„Die reife und anspruchsvolle Haut“ Ein Thema ab 40?

Reife Haut kann unterschiedliche Erscheinungsbilder haben. Sie ist meist großporiger als eine junge Haut und oft sehr trocken und verhornt oder sogar sehr empfindlich. Häufig  höre ich den Satz von neuen Kundinnen „Jetzt muss ich mal etwas für mich und meine Haut tun. Die ganzen Jahre habe ich mich selbst vernachlässigt, Kinder erzogen und gearbeitet. Jetzt bin ich dran“. Das ist schade, denn es könnten irreparable Schäden in der Haut stattgefunden haben. Sei es durch Umwelteinflüsse, falsche  Ernährung, Genussmittel oder einer allgemeinen stressigen Lebensweise. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit und es bedarf Einiges an Disziplin, an uns und unser Hautbild zu denken.

 

Der Alterungsprozess  der Haut ist genetisch festgelegt. Im Normalfall schreitet der Alterungsprozess langsam fort, wären da nicht die umweltbedingten Einflüsse und diese, die wir uns selbst zufügen. Stressige Lebensweise, einseitige Ernährung, geringe Bewegung und zu wenig Trinken (Wasser, Tee)  Rauchen, Alkoholgenuss, zu viel Sonnenbestrahlung, zu wenig frische Luft und zu wenig oder gar keine Hautpflege sind Faktoren, die sich auf Dauer im Hautbild zeigen.

Im Laufe der Zeit reduzieren sich die Hautdicke und die kollagenen Fasern. Die Zellteilung verlangsamt und das Bindegewebe  verschlechtert sich. Das merken wir besonders intensiv mit Beginn der Wechseljahre,  der  Östrogenhaushalt geht zurück. Der Wasserhaushalt verringert sich und somit auch die Spannkraft der Haut. Die Talkproduktion wird reduziert und die Haut verliert an Hautfetten, wird trocken und empfindlicher, somit schuppiger und neigt häufig zu Juckreiz.  Oft entwickeln sich Teleangiektasien (erweiterte Äderchen) speziell an Wangen, Nase und auch Dekoletè. Altersflecken sind keine Seltenheiten. Dies alles sind normale Alterungsprozesse, die wir durch die richtige Lebensweise und unterstützende Pflege reduzieren und verlangsamen können.

Hier ein paar Tipps, mit denen auch schon in jungen Jahren begonnen werden sollte.

Genügend regelmäßige Flüssigkeitszufuhr in Form von Mineralwasser und Kräutertees ist schon eine kleine Schönheitskur.  Ausreichend  Obst und Gemüse täglich auf dem Speiseplan von klein an ist im Alter eine Gewohnheit, die zum Alltag gehört. Eine gesunde Einstellung sich selbst gegenüber, Ausgeglichenheit lässt die Gesichtsmimik entspannen. Ein dauerhaft gestresstes oder unglückliches Leben spiegelt sich in unserem Gesichtsausdruck wieder.

Auch die Hautpflege sollte ein tägliches Ritual sein. Für die reife/ anspruchsvolle  Haut könnte dieses so aussehen:

Morgens und abends das Gesicht mit einer Reinigungsmilch, Reinigungscreme oder Öl reinigen. Danach mit einem Feuchtigkeitsgesichtswasser klären. Dies ist wichtig, um die restlichen Make-up/Schmutz Reste  zu entfernen und die Haut auf die Pflegecreme vorzubereiten.  Bei einer reifen trockenen Haut ist ein Enzympeeling von Vorteil, denn dieses wird nicht gerubbelt und schont die empfindliche Haut. Im Winter reicht einmal im Monat eine Anwendung. Die Pflegecreme sollte reich an Inhaltsstoffen sein, die zur Faltenminderung beitragen. Zum Beispiel natürliche Öle und wertvolle Inhaltsstoffe wie Collagen, Elastin, Hyaluron und  bei Bedarf zur Beruhigung z.B. Hamamelis und Kamille.  Augenpflegecreme ist unbedingt zu empfehlen. Die Fältchen um die Augen sind am ehesten sichtbar. Das liegt an der feineren Hautstruktur (kein Unterhautfettgewebe). Augenpflegecremes enthalten keine kriechenden Stoffe und sind speziell dafür mit straffenden Inhaltsstoffen ausgestattet. Kleiner Tipp: Die Augencreme auch auf die Lippenfältchen auftragen.  Auch das Dekoletè wird oft vernachlässigt. Hier ist die Haut feiner und bekommt schneller Knitterfalten.  Es gibt Hals und Dekoletè Cremes, die aufpolsternde Inhaltsstoffe beinhalten. Einmal die Woche eine intensive Gesichtsmaske am besten während des Entspannens mit natürlichen Ölen, z.B. Mandelöl, viel Feuchtigkeit und im Idealfall mit straffenden Inhaltsstoffen.

 

Zu empfehlen sind regelmäßige Kosmetikbehandlungen, die in hauttypgerechten Abständen eingehalten werden sollten. Mindestens 4 x im Jahr, so dass die Kosmetikerin das Hautbild zum Jahreszeitenwechsel unter Kontrolle hat, und die Bedürfnisse mit einem Wechsel der Pflegeinhaltsstoffe unterstützen kann. Denn ein und die gleiche Creme das ganze Jahr über funktioniert nicht. Ihre Haut braucht Anregungen und unterschiedliche Inhaltsstoffe zu den wechselnden Jahreszeiten. Eine Sommerpflege wäre im Winter zu wenig und Ihre Haut wäre extremen Reizen durch Kälte und UV-Strahlen ausgesetzt. Verstärkte  Rötungen, Juckreiz,  Empfindlichkeiten und eventuell dauerhafte Schädigungen wären das Resultat.

Meine Empfehlung: Investieren Sie in Ihre Gesundheit mit Sport, gesunder Ernährung/Lebensweise und ausreichender Hautpflege. Ihre Mitmenschen werden es Ihnen ansehen und Sie werden sich wortwörtlich in Ihrer Haut wohlfühlen.

 

In meinen Kosmetikbehandlungen steht die Beratung mit hautypgerechten Behandlungen und die Entspannung an erster Stelle. Für mich ist meine Arbeit erst erledigt, wenn Sie zufrieden und entspannt mit einem strahlenden Hautbild nachhause gehen.

Nach dem Motto „Einfach schön und entspannt sein“